Am Mebio-Nauten Ausbildungstag 2026 (02.03.2026) an der Universität Bayreuth nahmen 18 Schülerinnen und Schüler unserer Schule teil. An diesem Fortbildungstag wurden sie in aktuellen Medien- und Digitalthemen geschult. In interaktiven Workshops erweiterten sie ihr Wissen über wichtige Aspekte der digitalen Welt. In den kommenden Wochen geben sie das Gelernte als junge Schülerinnen und Schüler weiter und leiten eigene Workshops für unsere 5. Klassen.
Ablauf der Veranstaltung
Der Tag begann mit einer herzlichen Begrüßung durch die Veranstaltenden Clemens Pfefferle und Tanja Renner. Zunächst erhielten die Schülerinnen und Schüler eine Einführung in das Projekt Mebio-Nauten und erhielten einen Expertenvortrag zu dem Thema „Medien, Jugend und Strafrecht“ (E. Höhn, E. Launert und W. Schwemmer). Im Anschluss an das Einstiegsvideo „Mach dein Handy nicht zur Waffe“ wurden die Jugendlichen über strafrechtliche Konsequenzen im Umgang mit dem Smartphone informiert.
Danach arbeiteten sie in Kleingruppen an den drei Schwerpunktthemen: Videospiele, Cybermobbing, Künstliche Intelligenz und Stereotype. In diesen Workshops gab es Vorträge und Diskussionen, ebenso wie praktische Übungen und Fallbeispiele. Durch den abwechslungsreichen Mix aus Theorie und Praxis konnten die Jugendlichen viel lernen. Zum Abschluss des Tages tauschten sich alle Beteiligten über ihre Erfahrungen aus und erhielten Hinweise, wie sie ihr Wissen an unserer Schule weitergeben können. Insgesamt war der Ausbildungstag geprägt von Teamarbeit und motivierenden Lernmomenten.
Wichtige Themen im Fokus
Videospiele: Computerspiele sind ein fester Bestandteil der Lebenswelt Jugendlicher. Sie können „den Unterricht lebendiger gestalten“ und die Lernmotivation steigern. Im Workshop lernten die Schüler*innen, Spiele kritisch zu betrachten – etwa auf Alterskennzeichnungen und Inhalte zu achten. Auch der Einsatz von Lernspielen wurde beleuchtet, denn Spiele bieten nachweislich ein großes Potenzial für Bildung.
Cybermobbing: Im Internet ist schnelle Kommunikation möglich, doch damit verbunden ist auch die Gefahr von digitaler Gewalt. Laut einer Studie war fast jede fünfte Schülerin bzw. jeder fünfte Schüler bereits von Cybermobbing betroffen. Die Jugendlichen erfuhren, dass Cybermobbing ernste Folgen haben kann: Viele Betroffene fühlen sich verletzt und verzweifelt, in einigen Fällen äußerten Betroffene sogar Suizidgedanken. Daher ist es besonders wichtig, sich mit Prävention und sicheren Verhaltensweisen im Netz auszukennen.
Künstliche Intelligenz (KI) und Stereotype: In diesem Workshop ging es um die Chancen und Risiken von KI-Anwendungen. Die Schülerinnen und Schüler lernten, wie etwa Sprachassistenten und Bildgeneratoren funktionieren. Zudem zeigte eine aktuelle UNESCO-Studie, dass große KI-Modelle systematisch geschlechtsspezifische und andere Stereotype reproduzieren können. Die Jugendlichen wurden sensibilisiert, KI-Inhalte kritisch zu hinterfragen und Technologien verantwortungsbewusst zu nutzen.
Schülerinnen als Multiplikatorinnen
Nach diesem Ausbildungstag sind unsere Schülerinnen bestens vorbereitet, das erworbene Wissen an andere weiterzugeben. Schon bald leiten sie Peer-Workshops für die fünften Klassen und übernehmen dabei eine Mentorinnen-Rolle. Sie vermitteln ihre Themen „auf Augenhöhe“ – mit ähnlichen Erfahrungen und in einer vertrauten Sprache. Dieser Peer-to-Peer-Ansatz schafft Vertrauen und motiviert unsere Jüngeren, sich intensiv mit den Inhalten auseinanderzusetzen.
Die Schülerinnen und Schüler stärken damit ihre eigenen Kompetenzen in Kommunikation und Selbstvertrauen und fördern eine verantwortungsvolle und sichere Mediennutzung in der ganzen Schulgemeinschaft.
