Das Schülercafé-Team hat sich an der Wunschzettelaktion des Diakonie Verbundes Kulmbach und der Geschwister-Gummi-Stiftung beteiligt. Von einem Teil der Verkaufserlöse aus den Aktionen des Schülercafés wurden Geschenke besorgt, um Kinder in den Wohngruppen und ambulanten Hilfen der Geschwister-Gummi-Stiftung eine Weihnachtsfreude zu bereiten.


      Am 25. und 26. Oktober besuchten die siebten Klassen unserer Schule den botanischen Garten der Universität Bayreuth sowie das Urweltmuseum. Zunächst startete der Exkursionstag mit einer Reise durch die verschiedenen Klima- und Vegetationszonen der Erde. Im Tropenhaus konnten die Schüler einen echten Kakaobaum betrachten und lernten auch den Kolabaum kennen. Aus den Nüssen wurde ursprünglich mal das beliebte Getränk Cola hergestellt.

      Vorsicht ist aber auch geboten. So befindet sich im Tropenhaus die hochgiftige Seemango, deren Früchte so giftig sind, dass sie in einem Plexiglaskasten ausgestellt werden.
      Im Anschluss daran ging es noch weiter in das Urweltmuseum. Hier erhielten unsere Schüler einen Einblick in die Erdgeschichte. Dort sind besonders viele Fossilien aus unserer Region ausgestellt. Diese belegen, dass beispielsweise die Region Mistelgau vor 195 – 175 Millionen Jahren von einem Schelfmeer bedeckt war. Man fand in den Ablagerungen unter anderem Ammoniten, Fische, riesige Fischsaurier und Krokodile.

      Am Dienstag, dem 25. Oktober, besuchte die Klasse 10C der Carl-von-Linde-Realschule zusammen mit dem zweiten Konrektor, Herrn Matthias Höhn, und ihrer Geschichtslehrerin, Frau Kathrin Hofmann, die Wanderausstellung „Verehrt – verfolgt – vergessen“ im Stadtarchiv Kulmbach, welche sich damit beschäftigt, inwiefern beim Fußball-Club FC Bayern München Sportler und Funktionäre unter dem Regime des Nationalsozialismus gelitten haben; exemplarisch dargestellt an neun verschiedenen Persönlichkeiten. 

      Los ging es mit dem Film „Landauer – der Präsident“, der den Werdegang des Bayern-Machers nachzeichnet und dabei eine Vielzahl an Themen bietet.

       

      Landauer, ein Fußballverrückter jüdischer Herkunft tat auch nach seiner Rückkehr aus dem Exil in der Schweiz alles für „seinen“ Verein, dem er bereits vor der Herrschaft der Nationalsozialisten vorgestanden hatte. Ein wenig wurde hier auch für die Schülerinnen und Schüler deutlich, wie der Anspruch der Bayern, die Nummer 1 im deutschen Fußball zu sein, entstanden ist. Dass gleichzeitig das Leben als Jude im Nachkriegsdeutschland nicht einfach war, stellt der Film in vielen Szenen deutlich unter Beweis. „A Jud bleibt a Jud“ muss Landauer selbst von seinen Spielern hören, was ihm klar vor Augen führt, dass die Denazifizierung nichts war, was man auf alliierter Seite einfach so beschließen konnte. So begegnet Landauer, ehemaliger Insasse des Lagers in Dachau, sowohl den toleranten als auch den unbelehrbaren Deutschen, was ihn mehr als einmal an seine moralischen Grenzen bringt.

      Der Wiederaufbau des Vereins steht für ihn jedoch an erster Stelle – negative Auswirkungen auf sein privates Glück sowie politischen Machtpoker nimmt er dabei in Kauf. In der Nachbearbeitung des Films war es vor allem dieser Zwiespalt, der die Schülerinnen und Schülern der Klasse 10C beschäftigte. Entscheidungen wurden ebenso kontrovers diskutiert wie der historische Wahrheitsgehalt des Films.

       

      Auch die Lebensgeschichten der anderen Personen der Ausstellung boten die Möglichkeit, die Leiden unter der NS-Ideologie nachzuvollziehen. Wenn außerschulische Lernorte das schaffen, ist viel gewonnen. Wir danken Herrn Jürgen Treppner vom Stadtarchiv sowie Herrn Daniel Maaß für die Möglichkeit, Geschichte erfahrbar zu machen.

      K. Hofmann

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