Azubi‑Workshoptage an der Carl‑von‑Linde‑Schule: Berufsorientierung zum Anfassen
Lernen von Azubis – ausprobieren, nachfragen und Berufe entdecken: Unter diesem Motto fanden am 23. und 24. Juli 2026 an der Carl‑von‑Linde‑Schule die Azubi‑Workshoptage für alle Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen statt. Organisiert wurden die beiden abwechslungsreichen Tage von KBO Ursula Steinlein in Zusammenarbeit mit zahlreichen regionalen Unternehmen und Bildungseinrichtungen.
Mit dabei waren IREKS, M.A.i, das Klinikum Kulmbach, Sell, Töpfer, Spie, die Medau‑Schule sowie die IHK‑Ausbildungsscouts. Ein besonderes Angebot stellte der Demenzsimulator dar, organisiert von Kathrin Geißel‑Spörrer, der den Beruf der Altenpflege eindrucksvoll näherbrachte.
Im 45‑ bzw. 90‑Minuten‑Rhythmus rotierten die Schülerinnen und Schüler durch die verschiedenen Workshops. An jeder Station standen Auszubildende bereit, die ihren Beruf aus erster Hand vorstellten. Der Austausch auf Augenhöhe erleichterte es den Jugendlichen, Fragen zu stellen und offen über Ausbildung, Berufsschule und Arbeitsalltag zu sprechen.
Besonders wichtig war, dass alle Wahlpflichtfächergruppen an sämtlichen Workshops teilnahmen. So erhielten die Jugendlichen bewusst Einblicke in Berufsfelder, die sie im Schulalltag nicht unmittelbar kennenlernen würden, und konnten ihren Blick auf die vielfältigen Ausbildungs‑ und Karrieremöglichkeiten erweitern.
IREKS – ein besonders umfangreiches Programm
Bei IREKS lernten die Schülerinnen und Schüler die Berufe Industriekaufmann, Elektroniker für Betriebstechnik, Industriemechaniker, Chemielaborant sowie Fachkraft für Lebensmitteltechnik kennen. Sie berechneten Rohstoffmengen, testeten ihr Geschick am „Heißen Draht“, gravierten Schlüsselanhänger, führten chemische Untersuchungen wie den Mohntest oder die Pekarprobe durch und ordneten Rohstoffe anhand von Aussehen und Geruch zu. So konnten sie die Tätigkeitsfelder praxisnah erleben.
M.A.i – Maschinenbau und Automatisierungstechnik zum Anfassen
Nach einer kurzen Unternehmenspräsentation führten die Auszubildenden durch drei Stationen: eine selbst gebaute Maschine, eine Beispielbaugruppe mit Süßigkeiten sowie den Aufbau einer elektrischen Schaltung. Die Jugendlichen erhielten anschauliche Einblicke in Konstruktion, Materialfluss und Elektrotechnik.
Sell GmbH – Sanitär, Heizung, Klima und Smart Home
An zwei interaktiven Systemwänden entdeckten die Schülerinnen und Schüler praxisnah die Themen Sanitär und Heizung. Sie erarbeiteten, woher Trinkwasser und Energie kommen, wie moderne Gebäudetechnik funktioniert und welchen Beitrag jeder Einzelne zum Energiesparen leisten kann. Das Thema Smart Home zeigte, wie digital das SHK‑Handwerk heute ist.
IHK‑Ausbildungsscouts – authentische Einblicke in die duale Ausbildung
Scouts aus regionalen Unternehmen berichteten von ihrem Ausbildungsweg, ihrem Arbeitsalltag und Weiterbildungswegen. Die Jugendlichen nutzten die Gelegenheit intensiv, Fragen zu stellen und ins Gespräch zu kommen.
Klinikum Kulmbach – Gesundheitsberufe erleben
Die Schülerinnen und Schüler übten das Verabreichen von Spritzen an Orangen, führten Wiederbelebungen an einer Übungspuppe durch, ordneten Organe zu und lernten die Blutdruckmessung. Eine Fotowand sorgte für eine lockere Atmosphäre.
Weitere Workshops und Angebote
Auch Töpfer, SPIE Wiegel und die Medau‑Schule boten abwechslungsreiche Mitmachstationen. Ergänzt wurde das Angebot durch Kahoot‑Quizze, die weitere Berufsfelder spielerisch vermittelten.
Demenzsimulator – ein eindrucksvolles Erlebnis
Mithilfe spezieller Hilfsmittel konnten die Jugendlichen nachempfinden, wie sich Einschränkungen im Alltag für Menschen mit Demenz anfühlen. Dieses Angebot stärkte das Bewusstsein für pflegebedürftige Menschen und die Bedeutung sozialer Berufe.
Probevorstellungsgespräche
Am Freitag konnten interessierte Schülerinnen und Schüler an realitätsnahen Probevorstellungsgesprächen teilnehmen. Lucie Hildner von IREKS gab wertvolle Tipps zu Auftreten, Gesprächsführung und Bewerbungssituation.
Die Rückmeldungen der Jugendlichen fielen sehr positiv aus. Gelobt wurden die praxisnahen Workshops, der direkte Austausch mit Auszubildenden und die Möglichkeit, Berufe selbst auszuprobieren. Viele wünschten sich künftig noch mehr Angebote im sozialen Bereich.
Die Carl‑von‑Linde‑Schule bedankt sich herzlich bei allen beteiligten Unternehmen, den Auszubildenden sowie den IHK‑Ausbildungsscouts für ihr großes Engagement. Die Workshoptage haben erneut gezeigt, wie wertvoll praxisnahe Berufsorientierung ist und wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Schule und regionalen Unternehmen für einen erfolgreichen Übergang in das Berufsleben ist.
