Freiheit bekommt eine Geschichte – Zeitzeuge Manfred Casper zu Gast


Was bedeutet es, in einem geteilten Land aufzuwachsen und für die eigene Freiheit große Risiken einzugehen? Unsere zehnten Klassen konnten am 2. Oktober einem Menschen begegnen, der genau das erlebt hat: Manfred Casper berichtete von seiner Jugend in der DDR und seinem Fluchtversuch über Bulgarien.

Mit seinen persönlichen Erinnerungen machte er ein Stück deutscher Geschichte anschaulich, das die Jugendlichen bisher vor allem aus dem Unterricht kannten. Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur die politischen Verhältnisse, sondern auch die Hoffnungen, Ängste und Entscheidungen eines jungen Menschen, der seinen eigenen Weg gehen wollte. So bekam der Begriff Freiheit eine ganz konkrete, persönliche Bedeutung.

Der Besuch fand an einem besonders passenden Datum statt: Der Internationale Tag der Gewaltlosigkeit am 2. Oktober und der Tag der Deutschen Einheit am folgenden Tag lenken den Blick auf die Bedeutung von Frieden und Freiheit. Caspers Lebensgeschichte verdeutlichte, wie tief die deutsche Teilung in persönliche Lebenswege eingriff und warum die Möglichkeit, selbst über das eigene Leben zu bestimmen, so wertvoll ist.

Auch sein autobiografisches Buch „Vom Wachsen der Flügel“ stieß auf Interesse. Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, sich ihre Bücher von Manfred Casper persönlich signieren zu lassen – eine bleibende Erinnerung an diese besondere Begegnung.

Wir danken Herrn Casper herzlich für seinen Besuch, seine Offenheit und die eindrücklichen Einblicke in seine Lebensgeschichte.

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